Feedback vom 1. KC Kaiserslautern

Feedback zur Bundesliga-Hinrunde vom 1. Kicker Club Kaiserslautern, Spieler der 1. Bundesliga

Zwei Tage Bundesliga, zwei Tage Emotionen pur!

Wie knüpft man am besten an eine tolle erste Saison in der Bundesliga an? Man setzt natürlich einen drauf! Innerhalb der letztjährigen Aufstiegssaison gab es zu keinem Zeitpunkt das Gefühl mit dem Abstiegskampf etwas am Hut haben zu müssen und der Klassenerhalt wurde mit Bravour gemeistert. Leider wurde dabei die Meisterschaftsrunde mit dem fünften Tabellenplatz denkbar knapp verpasst. Genau an diesem Punkt sollte nun angegriffen werden!

Die größte Veränderung zur neuen Saison ist ganz klar der Tischwechsel. Als einzige Mannschaft der ersten Liga wurde der Tornado als Heimtisch gewählt, frei nach dem Motto: „Wir sind Multitable“! Daneben musste die Mannschaft auf den Stammspieler Ryan Merrifield verzichten, welcher für die Vorrunde nicht zur Verfügung stand. Das sollte der Motivation und dem Selbstvertrauen keinen Abbruch tun! Es wurden zahlreiche regionale Turniere angesteuert, wobei auf dem neuen Heimtisch zahlreiche Erfolge gefeiert wurden. Die Vorbereitung lief gut, die Gegner können kommen!

Die ersten beiden Begegnungen am Samstag führten direkt zurück an den Bonzini. Mit dem TFC Bliesen und dem TFC Braddock Burbach standen zwei saarländische Mannschaften auf dem Plan. In der ersten Partie kristallisierte sich bereits der Vorteil des Tornados heraus. Zwar waren beide Mannschaften auf dem Bonzini auf Augenhöhe, jedoch gab es eine große Dominanz auf dem Tornado. Auf diesem konnten alle Sätze für uns entschieden werden! Der Druck, an einem unbekannten Tisch zu spielen, sorgte für eine große Verunsicherung bei den Bliesenern. Eine schnelle 4-2 Führung war die unausweichliche Folge. Daraufhin konnten Christoph Rubel und Peter Groß auch ihre Doppel an beiden Tischen gewinnen. Beim parallel stattfindenden Einzel schaffte Patrick Glocker das gleiche Kunststück, wodurch der KCK mit 8-2 uneinholbar in Führung ging. Der erste Sieg im ersten Match war perfekt!

Dieser Heimvorteil gepaart mit der Erfahrung am Bonzini sollte sich auch gegen Burbach bezahlt machen. Der Schwung der letzten Partie konnte direkt mitgenommen werden und eine schnelle 5-1 Führung wurde erzielt. Dabei gewann Lukas Übelacker an der Seite des Neuzugangs und Bonziniexperte Pascal Pütz sowohl am Tornado als auch am Bonzini. Der Break war da. Bei diesem spannenden ersten Satz am Tornado konnte ein 1-4 Rückstand in einen 6-4 Sieg verwandelt werden! Parallel lieferte Constantin Rubel eine starke Partie am Bonzini und holte ebenfalls beide Sätze. Die Spiele waren nun alle spannend und heiß umkämpft. Es zeigte sich schnell, das Burbach nicht ohne Grund im letzten Jahr Vizemeister geworden ist. Sie blieben dran, entschieden die Sätze am Bonzini für sich und sorgten mit ihrem ersten Erfolg am Tornado für den 7-5 Anschluss. Somit musste die letzte Partie über Unentschieden oder Sieg entscheiden. Lukas schien den Druck einfach nicht zu spüren und zeigte am Tornado eine klasse Partie. Im Angesicht der Niederlage gab es Fouls und Regeldiskussionen von der Seite von Burbach, doch das berührte Lukas einfach nicht. Er behielt trotz alle Querelen die Nerven und verwandelte souverän zum 5-3 auf der Dreierreihe. Der zweite Sieg im zweiten Spiel!

Auf die beiden saarländischen Mannschaften folgte nun die Partie gegen den TFC Freiburg am Lettner. Lettner hin, Lettner her, die Stimmung in der Truppe war nach den zwei Siegen blendend. Jetzt hieß es den Gegner nicht unterschätzen und sich selbst belohnen. Der KCK zeigte nun, dass sie durch die letzten Jahre eine gefestigte Gruppe geworden sind. Es fielen viele richtige Entscheidungen, wodurch Niederlagen zunächst abgewendet und anschließend knappe Siege eingefahren wurden. „Cons“ konnte in einem spannenden Match einen 0-3 Rückstand in einen 5-3 Sieg umwandeln. Das Highlight dieser Begegnung blieb aber das Match von Glocker / Groß gegen Röcker / Hoheneder. Sie lagen hinten und sahen beim Stand von 2-4 der Niederlage entgegen. Um das Spiel noch zu drehen, wechselten sie ständig die Position von Torwart und Stürmer. Dieses taktische Manöver macht sich bezahlt. Erst kann der Ausgleich zum 4-4 und dann der Sieg auf dem letzten Ball zum 8-7. Ganz großes Kino! Mit dieser Partie war der TFC Freiburg gebrochen. Am Ende war es dann ein souveräner 13:1 Erfolg.

Die letzte Begegnung dieses Tages fand gegen die Kicker Crew Bonn am Ulrich statt. In den letzten Jahren trafen diese beiden Mannschaften schon oft aufeinander. Vor dem Spiel war klar, diesen Gegner darf man nicht unterschätzen. Die Atmosphäre war dementsprechend angespannt. Schon im ersten Spiel brannte dann die Luft! In einem spektakulären Schlagabtausch konnten die Rubels die Oberhand behalten und einen 8-6 Erfolg gegen die Bonner Topspieler Alexander Rönn / Miguel Schepansky für sich verbuchen. In der Folge war es ein kampfbetontes Spiel, bei dem die Lautstärke auf beiden Seiten immer weiter in die Höhe wuchs. Jeder Spieler stand ganze dicht am Spielgeschehen, jubelte und feuerte seine Mannschaft bei jeder Aktion an. Man litt und freute sich in diesem Wechselbad der Gefühle. Die entscheidenden Punkte sollten auch diesmal Glocker und Groß holen. Nach der zwischenzeitlichen 4-2 Führung gewannen sie alle 4 Sätze, wodurch der Sieg beim Stand von 9:3 Punkten nicht mehr zu nehmen war. Dabei lieferte Peter in den ersten beiden Sätzen eine fantastische Partie ab. Der Satz am Ulrich wurde 5-1 gewonnen und gleich danach folgte ein 5-0 am Tornado. Beim entscheidenden Spiel am Tornado zeigten die „alten Hasen“ dann noch mal Nerven aus Stahl und gewannen nach Rückstand wieder 8-7 auf den letzten Ball! Die gleiche Nervenstärke zeigte auch Christoph im Parallelspiel, welcher ein 2-4 Rückstand in einen 8-6 Sieg ummünzen konnte.

Am ersten Tag des Wochenendes zeigte sich vor allem, dass die Entscheidung einen neuen Heimtisch zu wählen goldrichtig war. Jeder Gegner tat sich schwer und wurde geschlagen. So lag der 1. KCK nach den ersten vier Begegnungen punktgleich an der Tabellenspitze neben dem Serienmeister Hannover 96
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Sonntags standen nun drei weitere Partien an. Los ging es am Lettner gegen Supersonic, wonach zwei Partien am Leo gegen die beiden Mannschaften aus Hannover folgten. Die Gruppe bot alle Bundesligatische für die Multitablegruppe des KCK`s.
Das Match gegen Supersonic ging genauso los, wie die letzte Partie aufgehört hatte. Es wurde von Anfang an gekämpft und jede Aktion wurde lautstark bejubelt. Bei dieser hitzigen Atmosphäre zeigten auch die Rubels mal Nerven. Dabei lief es zunächst gut und sie lagen 4-2 vorne. Doch der letzte Ball wollte einfach nicht fallen. So kamen die Gegner wieder ins Spiel und konnten das Spiel 4-5 für sich drehen. Das sollte es aber nicht gewesen sein. Mit großem Kampf und vorangetrieben durch die Jubelschreie der Mannschaftskollegen fand die zweite Wende statt und das Match endete 7-5. Was ein toller Auftakt.
Beim zweiten Match konnte Erik Meixner an der Seite von Lukas Übelacker ebenfalls beide Sätze gewinnen. Dabei glänzte vor allem Erik, welcher mit seinem starken Stellungsspiel Lukas im Rennen hielt. Unter Bedrängnis gelangen ihm zudem spielentscheidende Tore von hinten. Nach dieser 4-0 Führung gaben sich die Berliner keineswegs auf. Es folgte eine Niederlage von Cons am Tornado. In diesem dramatischen, hochklassigen Match gegen den Berliner Topspieler Christian Deutinger ging es lange Zeit hin und her. Am Ende fiel die Entscheidung auf den letzten Ball, wobei Deutinger den Satzball zum 8-7 verwandelte. Daraufhin geben auch das Team Groß / Glocker ihre Sätze ab. Supersonic verkürzte nun auf 5-3 und war wieder voll im Spiel. So kommt es, dass Erik und Lukas zu den Matchwinnern in dieser Partie avancierten. Sie gewannen auch ihre nächsten beiden Sätze und sicherten damit den 8-4 Sieg. Wie in den vorherigen Sätzen bewies Erik einmal mehr seine Klasse als Verteidiger. Er hielt zeitweise den gegnerischen Spieler tot und steuerte starke Pässe sowie Tore hinzu. Lukas konnte am Ende seine Erfahrung nutzen und machte der Sack auf der Dreierreihe zu.

Nun kam die Partie gegen den Rekordmeister Hannover 96. Im letzten Jahr wurde das Spiel in der Vorrunde verloren. Kommt jetzt die Wiedergutmachung oder ist Hannover immer noch zu stark? Die Hannoveraner starteten zunächst ganz stark in die Partie und konnten sofort mit 0-3 in Führung gehen. Doch die Reaktion folgte direkt. Lukas spielte ganz stark am Tornado und gewann folglich den ersten Satz. Zugleich holte Cons den wichtigen Anschluss zum 2-3. Der KCK war wieder in der Partie! Dann hatte Peter auch direkt den Ausgleich in der Hand, wobei er mit 4-2 am Tornado führte! Doch dann folgt das Powerplay von Hannover. Das letzte Tor wollte einfach nicht fallen und so kamen die Hannoveraner immer besser ins Spiel. Dieses wurde dann noch zu deren Gunsten gedreht, wodurch der Satz 4-6 verloren ging. Es folgte ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, wobei der KCK bis zum 4-6 stark mithielt. Dann fehlte aber die letzte Überzeugung, wodurch die letzten sechs Sätze am Stück verloren gingen und das Match 3:11 endete.
Gegen diesen starken Gegner so lange Zeit mitzuhalten - Klasse! Am Ende entscheiden eben diese Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage.

So kam es nun zur letzten Partie an diesem Wochenende. Wieder am Leo und wieder gegen einen Gegner aus Hannover. Es sollte das Match der Heimmannschaften sein. Beide Seiten verloren zunächst alle ihre Auswärtspartien und gewannen alle ihre Heimspiele! Dabei vielen die Partien jeweils sehr deutlich aus, sodass ein Satz am Tornado 5-1 gewonnen werden konnte, dann jedoch auch eine heftige 0-5 Niederlage am Auswärtstisch folgte. So ging das weiter bis zum Stand von 4:4. Dann kam der Break. Patrick Glocker machte eine extrem starke Partie am Tornado und lag zunächst zurück. Warf dann aber seine ganze Erfahrung ins Spiel und drehte das Match. Jedoch konnte er immer nur ausgleichen. Die Partie ging hin und her. Auch sein Gegner Andreas Retzlaff zeigte Nerven und ließ zahlreiche Gelegenheiten liegen. Dennoch konnte er seine Führung bis zuletzt verteidigen, wodurch der Satz 7-8 verloren ging. Im Parallelspiel konnten Lukas und Erik auch nicht den ersten Punkt am Leo erzwingen. Daraufhin verloren sie auch ihren zweiten Satz am Tornado. Damit ging Hannoverkicker mit 7-4 in Führung. Ein Sieg musste her, um noch ein Unentschieden zu erreichen. Glocker wollte diese drohende Niederlage nicht akzeptieren. Angefeuert von seinen Mannschaftskollegen zeigte er ein klasse Spiel am Leo und ging mit 4-2 in Führung. Wieder der Anschluss und dann den Ausgleich holen im letzten Spiel? Nicht mit Andreas Retzlaff. Der brachte nun seine ganze spielerische Klasse an den Tisch und erkämpfte sich Ball für Ball. Durch diese ganz starke Leistung wendete er die drohende Niederlage ab und entschied dann doch den Satz für sich. Die Partie endete letztendlich 8:6 für Hannoverkicker.

Diese Niederlage kann man nur positiv sehen. Unsere Spieler haben gezeigt, dass mit ihnen diese Saison zu rechnen ist. In den letzten beiden Begegnungen haben sie unter Druck Enormes geleistet, wobei nur Kleinigkeiten zum Sieg gefehlt haben. Es war nicht nur eine kämpferische Leistung, man konnte auch sehen, dass die Mannschaft spielerisch und taktisch gegen Topteams mithalten kann. Dieser Erfahrungsgewinn wird in die nächsten Begegnungen entscheidend sein. Weiterhin zeigte sich wieder, dass wir eine Multitablemannschaft sind. Jeder Bundesligatisch wurde bespielt und an jedem Tisch konnten wir uns behaupten! Die Motivation stimmt, die Technik ist da, die knappen Siege werden kommen!

Was bleibt ist ein toller vierter Tabellenplatz nach sieben Begegnungen. Dieser reicht aus, um an der Meisterschaftsrunde teilzunehmen. Die Mannschaft hat damit ihr Etappenziel erreicht und hat es nun selbst in der Hand den vierten Rang in der Finalrunde zu verteidigen. Die erste Teilnahme an den Playoffs ist zum Greifen nahe.

 

1 KcK

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